Klassische Schriftarten

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Was klassische Schriften sind und wie man sie im Design einsetzt

Klassische Schriften wirken zeitlos und eher elegant. Sie können aus ganz unterschiedlichen Epochen stammen, haben aber alle einen feinen Gestaltungsstil, der in vielen Anwendungen funktioniert. Serifenschriften, die älteste Schriftgattung, werden am häufigsten mit klassischem Design verbunden. Aber auch serifenlose Schriften können, obwohl moderner, diese zeitlose Qualität haben. Bauhaus Bau etwa ist von der Bauhaus-Bewegung der 1920er Jahre inspiriert. Die runden, modularen Formen wirken retro, doch die kürzeren Stämme, die knapp unter der x-Höhe enden, geben ihr einen eigenen Look, der klassisch und zeitlos zugleich wirkt. Wegen dieser Balance und ihrer minimalistischen, unbeschwerten Art wird die Schrift gern für Logos und Titel verwendet.

Ein weiteres Beispiel für eine klassische Schrift mit modernem Dreh ist Scal. Scal basiert auf Entwürfen im Stil der Futura und modernisiert den Look mit schrägen Strichenden beim ‚S‘, einem schrägen ‚t‘-Stamm und spitz zulaufenden Enden bei ‚c‘ und ‚e‘. Ein leichter Überbiss gibt dem Entwurf gerade genug Charakter, ohne ihn zu überladen. Auch Apex sticht als scharfe geometrische Schrift hervor. Die spitzen Scheitel oben und unten bei Buchstaben wie ‚A‘ und ‚V‘ geben ihr eine starke, klassische Präsenz, die für Logos und Titel sehr gut funktioniert.

Die Schriften unserer klassischen Sammlung

Unsere Sammlung klassischer Schriften umfasst Schriften, die Projekten eine elegante Note geben. Hier ein Überblick:

Serifenschriften

  • Bauhaus Mod: eine moderne Serifenschrift, die traditionelle Eleganz mit zeitgemäßen Gestaltungselementen verbindet.
  • Edde: eine kräftige Serifenschrift, verwurzelt in Handwerk und Tradition, perfekt für Projekte, die etwas von der robusten Vergangenheit brauchen, aber mit moderner Vielseitigkeit.
  • Rozi: eine moderne, elegante Serifenschrift mit spitzen Enden, die Designs eine präzise Note gibt.
  • Bauhaus Quil: eine fette Serifenschrift mit eigenem Dreh, die sich von traditionelleren Serifenschriften abhebt, ohne ihren klassischen Reiz zu verlieren.

Serifenlose Schriften

  • Bauhaus Bau: eine runde, modulare Schrift nach dem Vorbild der Bauhaus-Bewegung, retro und doch klassisch.
  • Apex: eine geometrische Sans Serif mit spitzen Scheiteln oben und unten, markant und klassisch, ideal für Logodesign.
  • Scal: eine modernisierte Futura mit eigenen Details wie schrägen Strichenden und einem dezenten Überbiss, die Charakter geben und die klassische Ästhetik bewahren.
  • Bauhaus Geo: eine geometrische Avant-Garde-Schrift, die die Kraft modernen Designs mit klassischen Prinzipien verbindet.
  • Anky: eine mittelschmale, geometrische Sans Serif, die zeitgemäßes Design mit zeitlosen Qualitäten verbindet.

Serifenlose Kontrastschriften

  • Roma & Roma Oblique: Diese serifenlosen Kontrastschriften sind kraftvoll und behalten klassische Proportionen, deshalb eignen sie sich für viele Anwendungen.

Warum klassische Schriften in so vielen Anwendungen funktionieren

Klassische Schriften sind sehr vielseitig, weil sie vor allem ein professionelles Gespür für Gestaltung zeigen. Sie sind das kleine Schwarze der Typografie und passen zu jedem Anlass. Ob Branding, Buchgestaltung oder Social-Media-Grafiken, klassische Schriften sorgen für Eleganz. Sie überladen ein Design nicht, sondern bereichern es mit einem stilvollen Unterton.

„Klassisch“ muss aber nicht altmodisch oder langweilig heißen. Unsere Schriften haben einen modernen Dreh, der sie aktuell und frisch hält. Scals eigener Charakter etwa gibt ihr eine zeitgemäße Note, und das geometrische Glyphengerüst von Apex ist neu und ausgewogen aufgebaut und sieht in allen neun Schnitten gut aus.

Klassische Schriften im Design einsetzen

Klassische Schriften können auf unterschiedliche Weise wirken, je nach gewünschtem Ton und Stil. Ihre natürliche Zurückhaltung lässt viel Raum zum Experimentieren:

  • Sparsamer Einsatz: Klassische Schriften lassen sich sparsam für ein zurückhaltendes Design einsetzen. Weil sie von Natur aus dezent sind, können sie mit anderen Schriften kombiniert, in verschiedenen Schnitten und Größen gesetzt oder in freieren Layouts verwendet werden, ohne das Design zu überladen.
  • Schnitte: Unsere Schriften gibt es in neun Schnitten, das erlaubt feine Abstufungen und viel Flexibilität. Mit unterschiedlichen Schnitten lassen sich wichtige Textstellen betonen oder Überschriften hervorheben, ohne den einheitlichen Look zu verlassen.
  • Schriftgrößen: Klassische Schriften funktionieren in vielen Größen. Überschriften oder wichtige Zitate können groß gesetzt werden, während der Fließtext gut lesbar bleibt.
  • Schriftkombinationen: Eine der besten Eigenschaften klassischer Schriften ist, wie gut sie sich mit anderen kombinieren lassen. Sie können die Grundlage für den Fließtext bilden und mit ausdrucksstärkeren Schriften für Überschriften kombiniert werden. Eine klassische Serifenschrift für den Haupttext sorgt zum Beispiel für Lesbarkeit und lässt sich mit einer besonderen Schrift wie der handschriftlichen Quik kombinieren, die Persönlichkeit und Handwerk betont. Oder eine klassische Schrift wie Edde trifft auf eine zeitgemäßere wie Soya, um Handwerk und Modernität zu vermitteln.

Bei der Kombination von Schriften hilft es, an das Kommunikationsziel zu denken. Wenn Überschriften oder große Zitate einen illustrativen Charakter bekommen sollen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Schriftwahl. Soll sie Persönlichkeit, Modernität oder Tradition ausdrücken?

Tradition und Moderne im Gleichgewicht

Traditionelle klassische Schriften sind eine sichere Wahl, wirken aber manchmal etwas uninspiriert. Deshalb gibt unsere Sammlung klassischen Formen einen modernen Dreh. So bleiben die Schriften elegant und trotzdem frisch.

Trends im Grafikdesign kommen und gehen, vom Minimalismus bis zum Maximalismus, doch eines ist geblieben: die wachsende Wertschätzung für Typografie. In den letzten zehn Jahren sind Schriften mehr geworden als ein unterstützendes Element, sie sind ein zentraler Teil des Designs. Für viele ist die Wahl der richtigen Schrift fast gleichbedeutend mit Gestalten, weil sie Branding und visuelle Identität ganz natürlich mit einschließt. Klassische Schriften mit ihrem zeitlosen Reiz lassen ein Design besonders und professionell wirken, ohne auf aufwendige Bildwelten angewiesen zu sein.

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