Art-Deco-Schriftarten

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Über Art-Deco-Schriften

Art déco entstand in den 1920er und 30er Jahren, nach dem Jugendstil und teilweise parallel zum frühen Bauhaus. Während das Bauhaus auf Reduktion setzte, behielt Art déco einen Hauch von Glamour, brachte ihn aber in eine geordnetere, geometrische Richtung. Später folgte in den 1940er und 50er Jahren die Mid-Century-Moderne, in der sich die Formen wieder öffnen.

Schmale Proportionen, spitze Winkel und runde Balance

Was Art-déco-Schriften ausmacht, ist der Kontrast innerhalb der Buchstabenformen selbst. Viele Entwürfe sind schmal oder in die Höhe gezogen, aber nicht starr. Gerade Linien und Diagonalen dominieren, besonders bei Buchstaben wie A, V, N und M, die oft in einer scharfen Spitze enden.

Gleichzeitig bleiben runde Buchstaben vollständig kreisförmig. Diese Mischung aus strenger Geometrie und Rundung gibt Art déco seine Spannung und Eleganz.

Auch die Querstriche sind ein Erkennungszeichen. Sie sitzen höher oder tiefer als erwartet (A, B, H usw.), was ein leicht ungewohntes Schriftbild ergibt.

Dekorativ, aber reduziert

Im Vergleich zum Jugendstil wird die Verzierung bewusster eingesetzt. Statt fließender Schnörkel gibt es Inline-Linien, gestufte Formen, abgeschnittene Ecken oder wiederholte Linien. In anderen Fällen verschwindet die Verzierung ganz, und die Proportionen übernehmen die Wirkung.

Versalsatz ist üblich, besonders in Überschriften und Logos. Die Abstände sind meist eng, manchmal sogar komprimiert, was den vertikalen Eindruck verstärkt.

Farbe, Materialien und Layout

Art déco ist eng mit Material und Oberfläche verbunden. Schwarz und Gold ist die naheliegende Referenz, aber auch Chrom, Lack, Glas und polierter Stein. In Druck oder Branding bedeutet das Kombinationen wie Schwarz und Creme, tiefes Grün, Burgunderrot, Marineblau oder gedeckte Metalltöne.

Layouts sind oft zentriert oder gespiegelt. Plakate, Speisekarten und Schilder aus dieser Zeit setzen auf Symmetrie, Wiederholung und klare Ausrichtung. Schrift schwebt selten frei. Alles ist sehr geometrisch.

In dieser Sammlung

Quin (serifenlos) und Saltz (Serifenschrift) zeigen diese Balance zwischen schmaler Struktur und geometrischen Formen, mit genug Spielraum zwischen streng und ausdrucksstark. Bauhaus Bau ist runder und weicher und kann das Ganze etwas abmildern. Cut geht den kantigen Weg weiter, mit scharfen, abgeschnittenen Ecken.

Alle Schriften gibt es in 9 Schnitten, mit alternativen Glyphen, die den Ton verändern, ohne die Schrift zu wechseln.

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